Biokosmetik

Die Haut wird gern als das größte Organ des Menschen bezeichnet, auch wenn das so nicht ganz richtig ist. Sicher ist jedoch, dass eine gesunde und reine Haut einen wesentlichen Anteil an unserem Wohlbefinden hat. Sich schön zu fühlen, stärkt das Selbstbewusstsein, erhöht die Attraktivität und die Lebensfreude. Kosmetik vom Lippenstift über den Lidschatten bis hin zur Feuchtigkeitscreme hilft dabei, dieses Ziel zu erreichen. Doch nicht selten sind nicht alle Zutaten dieser Kosmetika auch gut für unsere Haut. Immer mehr Kunden möchten auf Silikone, Paraffine, Erdölprodukte, Duft-, Farb- und Konservierungsstoffe verzichten und stattdessen naturbelassene Produkte verwenden. Ein weiterer Grund für die Hinwendung zu Öko-Kosmetika ist der Verzicht der Hersteller auf Test ihrer Produkte an Tieren.
Was viele nicht wissen: Die häufig in Kosmetikprodukten eingesetzte Vaseline ist Paraffin in Reinform. Der wenig reaktive Kohlenwasserstoff legt sich in hohen Dosen angewandt, als Film auf die Haut und beeinträchtigt so deren Atmung, anders als hochwertige Naturöle- und wachse. Gelegentlich enthalten konventionelle Kosmetika halogenorganische Verbindungen. Viele davon gelten als Allergien auslösend oder Krebs erzeugend, fast alle reichern sich in der Umwelt an. Andere Stoffe werden als hormonell wirksam eingestuft, reichern sich im Organismus an oder stehen im Verdacht, das Wachstum von Tumore zu befördern.

tl_files/files/kosmetik schoner/biokosmetik_Fotolia_6593046_XS_©_fox17_-_Fotolia.com.jpgDer Öko-Boom bringt jedoch auch Probleme mit sich: Insbesondere der Verzicht auf Konservierungsmittel macht die Naturkosmetik weniger lange haltbar. Pilze und Bakterien können leichter auf dem “Nährboden” siedeln und ihrerseits Hautirritationen auslösen. Biokosmetika sollten deshalb wie verderbliche Lebensmittel behandelt werden – vor dem Benutzen Hände waschen und die Kosmetik am besten lichtgeschützt und kühl aufbewahren, zum Beispiel im Kühlschrank.
Die Verwendung zahlreicher Naturprodukte birgt eine weitere Gefahr: Es ist möglich, dass der Nutzer gegen einzelne Inhaltsstoffe allergisch ist. So spricht man davon, dass reagieren auf Propolis, das Kittharz der Bienen, zehn Prozent aller Benutzer allergisch reagieren. Deshalb empfiehlt es sich, die Deklaration gründlich zu studieren. Allgemein sollte sich die Nutzerin / der Nutzer gerade bei bekannten Empfindlichkeiten langsam an ein neues Produkt “herantasten”, egal ob es sich um konventionelle oder Biokosmetika handelt. Eine neue Creme kann so zum Beispiel erst an einer kleinen Stelle in der Armbeuge getestet werden, bevor sie großflächig zum Einsatz kommt. Denn was gibt es nervigeres als im Sommer vielleicht keine Neckholder Kleider oder ähnliches tragen zu können, weil der Oberkörper über zuviele Hautirritationen verfügt!

Bio ist aber nicht nur ein Thema für Kosmetik und Ernährung, zunehmend spielt es auch eine Rolle bei der Auswahl der Bekleidung. Gerade bei Unterwäsche ist es aufgrund der direkten Berührung absolut geboten, dass die Produkte frei von hautreizenden Chemikalien sind. So kommen für Öko-Dessous auch biologisch angebaute Baumwolle aber auch Leinen, Hanf, Bambus oder gar Kiefernholzfasern zum Einsatz, gefärbt wird mit unbedenklichen Farbstoffen.

Mit Sojaeiweiß gesund durch den Tag und wer noch immer nicht genug hat kann seiner Schönheit auch mit Bio Naturkosmetik nachhelfen.

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