Verbrauchertipp: Kosmetikprodukte ohne Tierversuche finden

tl_files/files/kosmetik schoner/kosmetikschoner.de-kosmetik-tierversuche.jpgSollte man für die eigene Schönheit Tiere leiden lassen? Immer mehr Frauen verneinen dies und entscheiden sich bewusst für Kosmetik, die ohne Tierversuche hergestellt wird. Der Trend wird auch in der Industrie immer stärker deutlich, viele Hersteller verpflichten sich freiwillig zu einem bewussteren Umgang mit Tieren.

Tierversuche verboten, oder nicht?

Werden neue Substanzen für Lippenstift und Shampoo entwickelt, müssen diese vor dem Einsatz auf Hautverträglichkeit hin überprüft werden. Dies geschieht zunächst mit Tieren, erst danach werden neue Produkte am Menschen getestet. Zwar sind Tierversuche seit 2009 verboten, aber nur dann, wenn sie Inhaltsstoffe betreffen, die exklusiv für kosmetische Produkte verwendet werden. Diese Regelung betrifft jedoch nur etwa zehn Prozent aller Rohstoffe. Aussagen wie „ohne Tierversuche“ sind nicht gesetzlich geschützt und daher wenig verlässlich. Doch es gibt dennoch Hilfen für Verbraucher.

Label und Siegel – auf die Kriterien achten

Wertvolle Orientierung beim Einkauf bieten verschiedene Labels, die zertifizierte Produkte kennzeichnen. Am strengsten sind die Zertifizierungskriterien beim Siegel „Hase mit schützender Hand“ DTSch/IHTK, hinter dem sich der Deutsche Tierschutzbund sowie der Internationale Herstellerverband gegen Tierversuche in der Kosmetik e.V. verbirgt. Hersteller mit diesem Siegel verpflichten sich, in keine wirtschaftliche Abhängigkeit zu Unternehmen zu treten, die Tierversuche durchführen oder diese in Auftrag gegen. Bei falschen Angaben drohen hohe Vertragsstrafen. Zudem dürfen keine Rohstoffe verwendet werden, deren Gewinnung mit Tierleid verbunden ist, etwa Moschus oder Bärengalle. Ein weiteres wichtiges Siegel ist das „Leaping Bunny“-Siegel, das von europäischen und amerikanischen Tierschutzorganisationen vergeben wird. Auch die Naturkosmetik-Siegel sind hilfreich, da viele von ihnen Kriterien zur Vermeidung von Tierversuchen enthalten, jedoch sind diese weniger streng gefasst. Verbraucher sollten sich jeweils die Zertifizierungskriterien ansehen.

Hersteller auf Positivlisten

Alle Hersteller, die keine Tierversuche anwenden, finden sich auf sogenannten Positivlisten. Solche werden etwa vom Deutschen Tierschutzbund geführt. Auch die Tierschutzorganisation PETA führt eine regelmäßig aktualisierte Positivliste, die in Produkte für das Haarstyling, dekorative Kosmetik oder Nagelpflege untergliedert ist. Zuletzt sollten Kunden die jeweiligen Webseiten der Siegel aufsuchen, hier finden sich alle zertifizierten Hersteller.

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