Wann übernimmt die Krankenversicherung die Kosten einer Schönheits-Operation?

Generell ist zu sagen, dass die Krankenkasse die Kosten einer Schönheits-Operation übernimmt, wenn eine medizinische Notwendigkeit besteht.
Die medizinische Notwendigkeit wird geprüft vom medizinischen Dienst der Krankenkasse, diese erstellt ein Gutachten und entscheidet. Aber hier kommt es auf den einzelnen Sachverhalt an. Ästhetische Schönheitsoperationen wie z.B. eine große Nase, die aber keinerlei Probleme bereitet, z.B. bei der Atmung, zu kleine Brüste, diese Kosten werden nicht übernommen. Entstand nach einem großen Gewichtsverlust eine so genannte "Fettschürze" also ein hängender Bauch, und der Patient/die Patienten leidet unter schmerzhaften Entzündungen, die unter der Bauchfalte entstehen können, hier ­übernehmen ­die Krankenkasse die Bauchstraffung. Bei ­der krankhafter Fettentstehung von einem "Lipom" (Fettgeschwulst), können nach eingehender Prüfung durch die Krankenkasse eventuell die Kosten übernehmen werden. Ist die Brust der Frau zu groß und schwer und verursacht sie gravierende Rückenbeschwerden, auch in diesem Fall übernehmen die Kassen die Brustverkleinerung. Eine Nasenkorrektur fällt auch in den Leistungskatalog der Krankenkasse, wenn die Atmung dadurch erschwert ist, dass gleiche gilt für eine Lidkorrektur, hängt das Lid (Schlupflid) derart weit ins Auge hinein, dass die Sicht behindert ist, greift hier die Krankenkasse ebenso ein und zahlt die Operation.
Bei angeborenen Schönheitsfehlern, darunter zählen Feuermale oder die Hasenscharte, aber auch das Schielen, hier werden die Kosten ebenfalls übernommen.
Bei Unfällen, bei denen es zu Verbrennungen gekommen ist und eine Hauttransplantation erforderlich ist, Wiederherstellung nach Unfällen, oder bei Tumorerkrankungen, die sich in einer Entstellung des Patienten zeigen, hier übernimmt die Krankenkasse ebenso die anfallenden Kosten.
Natürlich sind solche "Schönheitsoperationen" auch mit Risiken verbunden und es sollte schon seitens des Patienten überlegt werden, ob durch Sport oder vernünftige Ernährung, ein Operieren nicht erforderlich macht. Natürlich bezieht sich dies eigentlich nur auf die Fettabsaugung, wenn davor noch keine Diät oder entsprechende Sportaktivitäten ausgeführt worden sind.
Aber bei allen oben genannten Erkrankungen, die zu erheblichen Beeinträchtigungen der Betroffenen im täglichen Leben führen können, übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen sämtliche Kosten.

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